Der Oberallgäuer Feuerwehrnachwuchs ist unbezahlbar.
"Machen was wirklich zählt? Unbezahlbar!“ lautet das aktuelle Motto der Feuerwehren in Bayern. Im Oberallgäu wird das ehrenamtliche Engagement für den Feuerwehrnachwuchs besonders deutlich. Gemeinsam in der Jugendfeuerwehr zusammenhelfen ist das oberste Credo.
(Weitnau/Oberallgäu) Im Oberallgäu gibt es zusammen 59 Kinder- und Jugendfeuerwehren mit insgesamt 549 Mädchen und Buben. Ein Zuwachs von 90 Kinder- und Jugendlichen gegenüber dem Vorjahr, berichtet Kreis-Jugendfeuerwehrwart Florian Speigl anlässlich der Delegiertenversammlung 2023 im neuen Feuerwehrhaus in Weitnau. Dabei leisteten die 200 Betreuer über 3.065 zusätzliche Stunden für Vor- und Nachbereitung der Gruppenstunden in den Kinder- und Jugendgruppen. „Das sind umgrechnet zwei Vollzeitstellen“ rechnet der Kreis-Jugendfeuerwehr vor. Aus seiner Sicht ist deshalb das ehrenamtliche Engagement in den Nachwuchsabteilungen der Feuerwehren unbezahlbar.
Sportliche Höchstleistungen in schwindeleregender Höhe unter vollem Atemschutz: Das Team der Feuerwehr Oberjoch siegt
(Oberstdorf/Oberallgäu) Rund 480 Feuerwehrfrauen und -männer kämpften sich über 1.040 Stufen und 162 Höhenmeter zum Turm der Heini-Klopfer-Skiflugschanze im Stillachtal hoch. Es starteten 240 Teams aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg und Ungarn in voller Schutzkleidung und 30 Kilo zusätzlicher Ausrüstung. Die Sieger des ersten Feuerwehrschanzenlaufs waren Leonard und Clemens Schenk von der freiwilligen Feuerwehr Oberjoch. Herausforderung des Wettkampfs ist die richtige Einteilung der Atemluft und Kondition auf der 412 Meter langen Strecke. Das Gewicht der Ausrüstung und das enge Sichtfeld durch die Atemschutzmaske erschweren die Bedingungen ungemein. „Der ganze Lauf ist schwierig und man muss sich auch mental darauf einlassen“, sagt Ideengeber Stefan Matheis. Gemeinsam mit der Feuerwehr Oberstdorf organisierte er den Feuerwehrschanzenlauf.
Die Feuerwehren, Bergwacht und Rotes Kreuz üben das sichere Fahren mit Einsatzfahrzeugen in extremen Situationen.
(Oberstdorf/Oberallgäu) Die Sicherheit im Einsatz- und Übungsdienst steht bei den Blaulichtorganisationen an vorderster Stelle. Deshalb gab es auch dieses Jahr ein Fahrertraining mit Lösch- und Rettungsfahrzeugen in Oberstdorf. „Hier lernt man die Fahrzeuge richtig kennen“ bestätigt Kommandant Michael Böckle aus Probstried den Zweck der Ausbildungseinheit. „Immer wieder verunglücken Einsatzfahrzeuge. Das wollen wir durch eine umfangreiche Schulung und Ausbildung verhindern“, sagt Kreisbrandinspektor Sebastian Wachter. 50 Teilnehmer aus dem ganzen Landkreis Oberallgäu haben daher am Fahrertraining teilgenommen. Dabei wurden 16 Führerscheine erfolgreich abgenommen, sagt Wachter weiter. Mit dem sogenannten Feuerwehrführerschein dürfen die Einsatzkräfte Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht im Übungs- und Einsatzdienst fahren.
Viele leuchtende Kinderaugen strahlen beim 2. Oberallgäuer Kinderfeuerwehrtag in Hegge mit der Sonne um die Wette.
(Hegge/Oberallgäu) Viele leuchtende Kinderaugen strahlen beim 2. Oberallgäuer Kinderfeuerwehrtag in Hegge mit der Sonne um die Wette. Ein großes Flughafenlöschfahrzeug der Bundeswehr zieht die Blicke auf sich. An verschiedenem Spielstationen dreht sich alles um die Feuerwehr, das Löschen und Retten sowie um sportliche Fitness. 50 begeisterte Kinder aus den Kinderfeuerwehren Blaichach, Lauben-Heising und Hegge freuten sich seit Tagen auf ihren großen Tag.
Mit mehreren Böllerschüssen eröffnet die Freiwillige Feuerwehr Hegge den diesjährigen Oberallgäuer Kinderfeuerwehrtag. Zu Klängen des Vorstufenorchester Niedersonthofener See gibt Markus Tamler, der Leiter der Kinderfeuerwehr Hegge, das Kommando „Zum Einsatz fertig“ an die Spielstationen. Vom Stiefelweitwurf bis zur spielerisch nachgebauten Atemschutzübungsstrecke, Löschen von Flammen mit einer Kübelspritze oder auch sportliche Fitness bei Laserbiathlon und Tischtennis - der Teamgeist und das gemeinsame Lösen der Aufgabe sind immer im Mittelpunkt des Parcours, so Kreisbrandinspektor Hubert Speiser. Das freut auch Waltenhofens Ersten Bürgermeister Eckhard Harscher besonders, wie die Kinderfeuerwehren zusammenhelfen und sich um die Jüngsten in der Feuerwehr kümmern. Alle Feuerwehren benötigen Nachwuchs und die Kinderfeuerwehren sind eben ein guter Einstieg in die Feuerwehrwelt, meint Kreis-Jugendfeuerwehrwart Florian Speigl.
Die Mannschaft Durach 2 gewinnt vor Wiggensbach 1 und Oberstdorf 1 den Kreis-Jugendfeuerwehrtag in Oberstdorf
(Oberstdorf/Oberallgäu) 22 Mannschaften der Oberallgäuer Jugendfeuerwehren nehmen am Wettbewerb nach dem Motto „Spiel ohne Grenzen“ teil. Dabei haben sie insgesamt zwölf verschiedene Stationen mit Aufgaben aus der Feuerwehrgrundausbildung zu meistern. Kreativität, Können und Teamgeist führen dabei zum Erfolg.
Einen super Tag bei tollem Wetter mit coolen Stationen und viel Spaß mit den anderen Feuerwehrkameraden aus dem Landkreis Oberallgäu, lautet das Fazit der Jugendfeuerwehr Hegge zum Kreis-Jugendfeuerwehrtag. An 12 verschiedenen Stationen im Ortskern von Oberstdorf zeigen die 88 Nachwuchsfeuerwehrlerer was sie in der Feuerwehr bereits gelernt haben. Besonders viel Spaß haben die Mädchen und Buben beim „Blinden Feuerwehrmann“: mit verbunden Augen ist mit der Kübelspritze in ein Wassereimer zu spritzen. Zuvor muss aber über Hindernisse das Wasser zur Spritze geschafft und kräftig gepumpt werden. Und den Eimer hält der Jugendwart fest, der am Ende noch patschnass ist. Viele Stationen erfordern laufende Abstimmungen innerhalb der Mannschaft um zum Spielerfolg zu kommen. Toll, was die Verantwortlichen für neue Stationen ausgedacht haben, meint auch die Jugendfeuerwehr Altusried.
Pferdehof im Außenbereich ist Übungsobjekt für 50 Jugendfeuerwehrler
(Schrattenbach / Oberallgäu) Ein großer Pferdehof im Außenbereich des Ortsteils Schrattenbach war für die fünf Jugendfeuerwehren der Gemeinde Dietmannsried das angenommene Einsatzobjekt. Aus allen Ortsfeuerwehren der nördlichsten Gemeinde des Landkreises Oberallgäu rückten die Einsatzfahrzeuge an. Über 50 Jugendfeuerwehrler waren dabei im Einsatz. Es galt, eine große Reithalle mit ca. 1.600 Quadratmeter Fläche zu löschen und umliegende Gebäude zu schützen. Dabei mussten erst Mal 600 Meter Schläuche zu zwei Löschwasserzisternen verlegt werden, um den Löschangriff überhaupt starten zu können. Die unterirdischen Behälter, die sich aus naheliegenden Quellen speisen, haben die Anwohner erst vor Kurzem der Feuerwehr zur Verfügung gestellt.